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Masaa مسا

Gibt es ein "East Meets West 2.0"? Hörte sich dieser Begriff nicht so steril an, Masaa wären dafür die erste Wahl. Abseits der wohlvertrauten Klangautobahn des "Ethno-Jazz" erkundet das libanesisch-deutsche Quartett ungekannte Pfade - und verwebt Abend- und Morgenland mit der Raffinesse des Wortes und der Dynamik des Jazz neu. Im Zentrum von Masaa ("Abend") steht Rabih Lahoud: Der studierte Komponist, Pianist und Sänger, schöpft aus der Spannung zwischen klassischer europäischer Musik, Jazz und den Traditionen seiner Heimat Libanon. In Deutschland hat er seine Muttersprache neu entdeckt, spiegelt seine philosophischen und alltäglichen Beobachtungen, sein Träumen und Sehnen in tiefempfundenen, poetischen Bildern.

Seine leidenschaftliche Stimme trifft auf Marcus Rust, der auf seiner Trompete eine eigene Welt erschafft, genährt aus einheimischen und fremden Kulturen bis hinüber nach Indien, mal hymnisch und innig, mal geräuschhaft-expressiv. Aus dem Miteinander von Fremdem und Vertrautem zieht auch Pianist Clemens Pötzsch seinen Nährboden, der Masaas Spiel mit eigenwilligen, experimentellen Jazzvokabeln, aber auch sanglichen Linien bereichert. Demian Kappenstein begreift sein Schlagwerk als spannendes Laboratorium aus Drums, Zimbeln, Spielzeug, Plastikfolien, Kronkorken und unzähligen weiteren Utensilien. Diese vier unermüdlichen Kreativköpfe, die den Bremer Jazzpreis und zwei große Weltmusikpreise (Publikumspreis bei Creole und die Förder-RUTH) gewonnen haben, bauen eine wagemutige, weitgeschwungene Brücke zwischen Levante und Europa mit lyrischer Strahlkraft.   (Stefan Franzen)

Rabih Lahoud (voc)

Rabih Lahoud studierte Komposition, klassisches Klavier, klassischen Gesang sowie Jazz-Gesang. Mit westlicher Musiktradition ebenso vertraut, wie mit der Musikkultur seiner arabischen Heimat, interessiert ihn die Ambivalenz zwischen Orient und Okzident. Mit Markus Stockhausen gründete er die Band ETERNAL VOYAGE, mit der er 2009 eine CD veröffentlichte und u. a. In der Kölner Philharmonie auftrat.

www.rabihlahoud.de

Marcus Rust (tp)

Der Trompeter Marcus Rust entdeckte bei einem längeren Aufenthalt in Indien seine Leidenschaft und Interesse an traditioneller Musik fremder Kulturen. Diese prägen auch die Arbeit mit dem Organisten Christian Grosch im Duo ZIA. Die Musiker widmen sich dabei der Verbindung von Jazz und traditioneller Musik verschiedener Kulturen und Jazz im Kirchenraum.

 

www.marcusrust.de

Clemens Pötzsch (p)

 

Der Pianist und Komponist Clemens Pötzsch beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Verbindung traditioneller Folklore und modernen Spielformen des Jazz. Als Kind sorbischer Vorfahren ist er vor allem von traditioneller slawischer Musik geprägt und integriert diese in seiner Band SLAVICON.

 

www.clemenspoetzsch.de

 

 

 

 

 

Demian Kappenstein (dr)

Demian Kappenstein, Schlagzeuger und Percussionist, veröffentlichte im letzten Jahr mit dem RING ENSEMBLE eine CD, bei der die Musiker seines Jazztrios RING mit einem Ensemble historischer Saiteninstrumente zusammenarbeiteten. Mit seinem Soloprogramm TRAVEL SUITE verarbeitet er Erfahrungen von seinen Reisen durch Länder wie etwa den Kosovo, Taiwan, Türkei, Mazedonien oder Israel.

www.demiankappenstein.de