Irade

Irade means willpower and was chosen as the title for the album early on. The detailed and subtle Masaa sound now sounds even more lively and dynamic. It alternates between intimacy and individual melodies, dazzling turns and surprising contrasts, changing tempi and grooves. The quartet develops a consistently independent, incomparable sound language, which artistically combines in many ways what is often separated from others by imaginary barriers or real borders.

15,00

Das neue Album Irade präsentiert einen personellen Wechsel, Gitarrist Reentko Dirks ersetzt den ehemaligen Pianisten. Damit einher gehen Veränderungen in Klang und Ästhetik, die Masaa souverän für sich zu nutzen weiß. Weiterhin steht der eindringliche, zurückhaltend mit Arabesken verzierte Gesang Rabih Lahouds im Zentrum, prägen sein über mehrere Oktaven warmes Timbre und seine Ausdruckskraft bis in hohe Register alle Songs von Irade. Geblieben sind auch die nuancierten Arrangements, deren Dynamik häufig gängige kammermusikalische Rahmen sprengt. Dafür sorgt nicht nur der enorme Umfang von Lahouds gravitätischer Stimme, sondern auch das pointierte, unverkennbar im zeitgenössischen Jazz angesiedelte Spiel von Trompeter Marcus Rust und des sensibel-energetischen Drummers Demian Kappenstein. An ihrer Seite kreiert Reentko Dirks ebenso variable Klänge mit einer speziellen, doppelhalsigen Akustikgitarre. Auf dem einen Hals spielt Dirks filigrane Pickings und kraftvolle bis relativ hart angeschlagene Akkorde, die mitunter sogar Flamenco-Vehemenz erreichen können. Der zweite Hals ist teils mit Bass-Saiten und teils doppelsaitig bespannt, zudem gibt es in der oberen Hälfte des Griffbretts keine Bünde, was das Spiel von Glissandi und Vierteltönen erleichtert. So kommt Dirks dem Klang eines Kontrabass und der arabischen Laute Oud nahe.

Irade bedeutet Willenskraft und stand schon früh als Titel für das Album fest. Der detailscharfe und feinsinnige Masaa-Sound klingt nun noch lebendiger und dynamischer. Er changiert zwischen Intimität und individueller Melodik, schillernden Wendungen und überraschenden Kontrasten, wechselnden Tempi und Grooves. Das Quartett entwickelt über eine konsequent eigenständige, unvergleichliche Klangsprache, die in vieler Hinsicht künstlerisch vereint, was von anderen gern durch imaginäre Schranken oder echte Grenzen getrennt wird.

Track Listing

1. Hakim
2. Fadai
3. Farascha
4. Hala
5. Dafa
6. Lullaby for Jasu
7. Herzlicht
8. Ruhakajar
9. Sara
10. Averoes
11. Irade
12. La rue

Musicians

Rabih Lahoud: vocals
Marcus Rust: flugelhorn, trumpet
Reetnko Dirks: double-neck guitar
Demian Kappenstein: drums, percussion